Textproben
1. Wirksame Werbetexte erzeugen Gefühle und erzählen Geschichten.
So wie diese Liebeserklärung an eine neue Wetterschutz-Kleidung:
Endlich eine, die viel verspricht und alles hält!
Sie ist ...
... winddicht
Mit ihr können Sie stürmische Zeiten ohne jede Reue genießen...
... wasserdicht:
Sie lässt niemanden im Regen stehen und keinen Spaziergang ins Wasser fallen ...
... wärmend:
Bei ihr gibt’s keine heißen Strohfeuer, aber wohltuende Wärme
für starke und für schwache Schultern ...
... atmungsaktiv:
Mit ihr zusammen können Sie einfach tief Luft holen
und richtig frei atmen ...
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2. Serien wirken nicht nur im Fernsehen durch Kontinuität. Dazu braucht es langen Atem und stimmige Variationen rund um die passende Grundidee, wie z. B. bei der Mailing-Serie ‚Mit Leidenschaft’ der Kaufmannschaft Münster:
Mit Leidenschaft lassen wir Ihre Schönheit zu Kopf steigen. (Friseur)
Mit Leidenschaft löschen wir Ihren Durst. Denn unser Selbstgebrautes kann einer trockenen Kehle jederzeit das Wasser reichen. (Brauerei-Gaststätte)
Mit Leidenschaft schaffen wir, was Menschen einzigartig anzieht. (Herrenausstatter, Maßanfertigungen)
Mit Leidenschaft geben wir unser Bestes, damit die Zukunft an Ihrer Hand liegt.
Denn mit jeder Patek Philippe beginnt eine neue Tradition. (Juwelier: Uhren)
(plus ca. 15 weitere Motive)
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3. Erfolgreiche Mailings arbeiten sehr direkt, ohne zu drängeln. Um augenblicklich Aufmerksamkeit zu schaffen, greifen sie ihren Stoff mitten aus dem Leben, verdrehen Vertrautes, spielen mit Klischees, ... so wie diese Werbebriefe für Telefon-Marketing:
a) an Bauhandwerksbetriebe
Gute Quellen für flüssigen Umsatz
Sehr geehrter Herr Müller,
wer früh genug für Nachschub sorgt, sitzt später nicht auf dem Trockenen. Deshalb sollte jeder Vertrieb die besten Quellen nutzen – regelmäßig und systematisch. Bei uns sitzt Ihr Unternehmen direkt an einer guten Quelle. Denn seit elf Jahren arbeiten wir für die Baubranche: ....
b) an die Verpackungsindustrie
Neue Kunden gewinnen? – Anpacken, zupacken, verpacken.
Sehr geehrte Frau Meier,
suchen Sie noch Kunden, die einiges zu verpacken haben?
Wenn Sie wollen, zeigen wir Ihnen, wo und wie Sie diese finden. Denn für große und mittlere Unternehmen ausgewählter Branchen recherchieren und akquirieren wir seit elf Jahren neue Kunden. Hier kennen wir uns aus – auch im Verpackungs-Markt. ...
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4. Knifflige Themen erfordern Sensibilität und Normalität. Wie das funktioniert, zeigt diese Werbung für ein dermatologisches Laserzentrum:
Wie Sie sich in Ihrer Haut fühlen, liegt auch in Ihrer Hand.
Wie wir uns fühlen, so wirken wir oft auch auf andere. Und wie andere uns sehen, beeinflusst das eigene Wohlbefinden. Äußerlichkeiten sind selten Nebensache. Je zufriedener ein Mensch rundum mit sich ist, desto besser kann er das Leben genießen. Also muss eine Narbe nicht ewig ein wunder Punkt bleiben. Muttermale sind zwar angeboren, aber kein Schicksal. Und nicht jeder Mensch liebt all seine Falten.
Warum also Einschränkungen hinnehmen, die wir beheben können?
Viele kosmetische Behandlungen können heute dank Laser-Technik sehr sorgfältig und schonend vorgenommen werden. Wo früher operiert wurde, ist oft kein Schnitt mehr nötig.
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5. Klare Worte & Konzepte brauchen sich wechselseitig. Deshalb warb die Stadt Münster mit TextSinn vielfach für gute Bildung, z. B. auch für Kunstförderung in der Schule:
Schulkunst macht fürs Leben stark. Keine andere Einrichtung errreicht so viele junge Menschen wie die Schule. Dieses Privileg prädestiniert sie: Schule soll Kindern und Jugendlichen vermitteln, was sie fürs Leben brauchen. Die besten Partnerinnen für dieses Ziel findet Schule in Kunst und Kultur: Gemeinsam können sie „aus ‚halben Portionen‘ ganze Persönlichkeiten machen“ .
Schulkunst macht sensibel. Sie stärkt die Wahrnehmung für Untertöne, Harmonien und Dissonanzen, für Ursache und Wirkung, Strukturen und Details. Was wir von der Kunst lernen, bringt auch im Alltag mehr Durchblick.
Schulkunst fördert Verständigung. Kunst übt Menschen darin, auszudrücken, was sie denken, fühlen oder ahnen. Nur wer sich anderen mitteilt, kann mitbestimmen, was Thema ist. Und nur wer mitentscheidet, kann Verantwortung für sich und andere übernehmen.
Schulkunst stärkt Demokratie und Kooperation. Sie zeigt, dass jenseits von „falsch oder richtig“ meist viele Perspektiven und Deutungen möglich sind. Kunst lehrt uns, zu unserer Position zu stehen, ohne andere ins Unrecht zu setzen. Kunst macht Subjekte: selbstbewusst, selbständig und offen für neue Ideen.
Schulkunst befähigt zu Visionen. Kein Lebensbereich fördert Phantasie, emotionale Intelligenz und Kreativität so wie die Kunst. Unmögliches Denken, Neues ausprobieren, Altes transformieren, Perspektiven schaffen und Phantasie Realität werden lassen – das ist die Kunst.
Schulkunst macht klug. Schulkunst befähigt junge Menschen, all ihre Sinne spontan und reflektiert zu nutzen. So verbindet sie Handeln, Denken und Fühlen. Wer sich aktiv mit Kunst beschäftigt, kann tief und risikobereit denken und empfinden.
Schulkunst ermöglicht neue Einsichten. Sie öffnet vielfältige Zugänge zu Gegenwart, Vergangenheit und eigener Psyche. „Kunst schaffen“ heißt, sich in seinem Umfeld orientieren, sich schöpferisch die Welt aneignen und sie verstehen lernen.
Schulkunst sorgt für Lebensfreude. Kunst muss nicht schön sein, ist es aber oft genug. In einer attraktiven Umgebung lernt und lebt es sich schöner, besser, zuversichtlicher.
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6. Achtung: Eigenwerbung! Antwort auf Anklick im pdf-Format.
a) Was haben Geschäft und Liebe gemeinsam?
b) Wie gesund ist Supervision?
